Safari zu Fuß – ein Massai zeigt mir sein Kenia

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„Diese Tatze stammt  von einem Löwen“, sagt der Ranger und zeigt auf einen Abdruck im feuchten Sand. Die Safari-Teilnehmer machen ihre Kamera startklar und hoffen den König der Tiere zu sehen. Denn sie wünschen sich nichts sehnlichster als den „Big Five“ zu begegnen. Und das sind  Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard. Wir sind mit einem Massai im Massai Mara Nationalpark unterwegs. Hier der Reisebericht einer spannenden Erlebnisreise nach Kenia.

Fotoreise Kenia Safari Löwe
Löwe allein unterwegs. Ein Löwenmännchen kann bis 190 Kilogramm schwer werden © Marita Persian
Safari Kenia Löwe
Einen Löwen vor der Linse zu haben ist eine große Freude für jeden Fotografen © Marita Persian
Safari Kenia Löwe
Schläfrig und satt – die Löwen lassen sich vom Klicken der Kameras nicht stören © Marita Persian

Spurensuche in der Wildnis

Die einheimischen Massai-Ranger tun ihr Bestes und wollen die Tiere aufspüren. Sie kennen die Futterplätze und Wasserstellen,  wissen welche Wege sie gehen und bringen die Touristen dort hin.

 Kenia Safari Elefant
Einsamer Elefant. Das Jungtier hat sich von seiner Gruppe entfernt, erzählt der Ranger © Marita Persian
Kenia Safari Hyänen
Hyänen versperren den Weg. Sie sind aktive Jäger. Zu ihrer Beute gehören neben Zebras auch Gazellen und Gnus © Marita Persian
Fotosafari Kenia Giraffe Antilopel
Die Giraffen scheinen nicht besonders beeindruckt von der Antilope zu sein – aber wir… © Marita Persian
Safari Kenia Büffel
Vorsicht Büffel! Er kann gefährlich werden. Büffel reagieren aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen © Marita Persian

Zu Fuß durch die Grassavanne

Im Gegensatz  zu vielen anderen Anbietern, die mit Jeeps auf Pirschfahrt gehen, ist unser Guide ein echter Massai. Er ist am liebsten zu Fuß mit den Safari-Teilnehmern unterwegs.

Safari in Kenia
Die Zeiten ändern sich! Früher gingen die Massais nur mit ihren Rindern auf Wanderschaft. Heute gehen Einheimische mit Besuchern auf Tier-Spurensuche © Marita Persian
Fotosafari Kenia Massai
Besuch in einem Massaidorf. Die Hütten werden mit Kuhdung gebaut © Marita Persian
Fotosafari Kenia Massais
An Besucher, die in die Dörfer kommen, verkaufen die Massais Masken und traditionellen Schmuck © Marita Persian

Tabasco macht die Zähne weiß

Unterwegs lernen die Fremden nicht nur die Tierwelt kennen, sondern erfahren auch einiges über Land und Leute: Zum Beispiel, wenn der Mann ihnen eine Tabasco-Pflanze zeigt und stolz erzählt: „Damit putzen wir uns die Zähne.“ Mit einem langen Messer schält er den Stängel bis auf die hellen Fasern ab und kaut dann darauf herum. Auch die neugierige Frage, ob er eine oder mehrere Frauen hat, wird spontan so beantwortet: „Keine. Ich muss noch ein bisschen sparen“. Wenn ein  Massai heiratet, kostet ihn das eine Kuh-Herde und eine Hütte für die Frau.

Safari Kenia Rundflug
Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Rundflug über den Mara River © Marita Persian
Safari Kenia Mara Fluss
Der Mara Fluss von oben. Er entspringt in Kenia und ist 395 Kilometer lang © Marita Persian

Plötzlich bleibt der Zwei-Meter-Mann stehen, er hat etwas entdeckt:  Es sind  Löwen, die gerade ein junges Zebra jagen. Die Gruppe schreit auf! Der Guide beruhigt die Teilnehmer. Für ihn ist es das normalste der Welt.Rund drei Millionen Tiere leben in dem Nationalpark, schätzen Experten. Kenias Arche Noah ist ca. sechs Stunden von Nairobi entfernt und befindet sich auf einer Höhe von 1630 Metern. Beeindruckend sind die unendlichen Weiten mit den kilometerlangen Grassteppen, sanften Buschhügeln sowie die Uferlandschaften am Mara River. Als wir ihn erreichen badet im schlammigen Wasser gerade eine Herde Flusspferde.

Safari Kenia Flusspferd
Flusspferd am Ufer des Mara Rivers. Hippos gehören zu den gefährdeten Tierarten und werden besonders geschützt © Marita Persian

Die bis zu drei Tonnen schweren Kolosse tauchen zum Luft holen auf. Die Giraffen am Ufer interessiert das nicht. Sie lassen sich die Blätter einer  Schirmakazie schmecken. Von weitem sehen wir Elefanten, die mit ihren Jungtieren auf dem Weg zum Fluss sind. Auch bei mir meldet sich der Magen, denn die Safari hat ja schon vor Sonnenaufgang begonnen. Doch wir müssen nicht zurück laufen. Der Hotel-Manager hat sich etwas Besonderes für uns einfallen lassen und ein Busch-Frühstück organisiert. Unter freiem Himmel lassen wir uns  köstliche Pancake mit Ahornsirup schmecken und genießen dabei den Blick über das Grasland und die Steppe.

Safari Kenia Picknick
Was für ein perfekter Tag. Der Tisch für das Frühstück in der Wildnis wird gedeckt  © Marita Persian

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Safari zu Fuß – ein Massai zeigt mir sein Kenia
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3 Gedanken zu „Safari zu Fuß – ein Massai zeigt mir sein Kenia

  • 6. Februar 2015 um 11:19
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    Wie toll!
    Ich wäre dort auch sehr gerne zu Fuß unterwegs gewesen. Das muss ja echt eine einmalige Erfahrung sein.
    Aber ein bisschen Angst hätte ich schon gehabt… 😀

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    • 6. Februar 2015 um 13:52
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      Liebe Lynn, du hast recht zuerst war mir auch ein wenig mulmig. Hatte aber Vertrauen zu dem Einheimischen. Dachte mir, der Mann kennt die Plätze von Löwen und Co. und weiß wann sie satt unter den Bäumen dösen. Liebe Grüße Marita

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  • 22. Juni 2015 um 09:58
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    Beste Form einer Safari! Wir waren schon häufig in Afrika auf Safari, aber die ersten Jahre immer nur klassisch im Jeep oder im Minibus…

    Bis wir dann bei einem Veranstalter einer Kenia-Tansania Safari gebucht haben, die 2 Safaris zu Fuß im Verlauf hatten.

    Eine Fußpirsch durch die Savanne ist das coolste was du in Ostafrika überhaupt machen kannst. Man ist die ganze Zeit wach und aufmerksam, ein ganz besonderes Abenteuer. Du fühlst dich wirklich mittendrin und erlebst Afrika hautnah. Toller Beitrag! Jeder sollte einmal die Erfahrung machen!

    Beste Grüße!

    Thomas

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